Die Ausbildung der Rettungshundestaffel Ostwürttemberg
 
Die Ausbildung der Rettungshunde und Rettungshundeführer erfolgt regelmäßig einmal pro Woche und auf wechselnden Plätzen (Trümmergelände, Waldgebiete und Seen).
Der Unterrichtsstoff setzt sich aus theoretischen und praktischen Teilen zusammen. Die Grundausbildung von Hund und Team dauert ca. 24 Monate und schließt mit verschiedenen Rettungshundeprüfungen ab, die regelmäßig trainiert, überprüft und wiederholt werden müssen.
 
Ausschnitte aus der Ausbildung:

Ausbildungsleitfaden für Rettungshunde
Aufbau eines Rettungshundes

Überprüfen der grundsätzlichen Eignung des Hundes
 
·         Nasenveranlagung
·         Führerbeziehung
·         Konzentrationsvermögen
·         vorhandenes Triebverhalten (Spiel, Beute, Futter)
·         Verhalten zu Menschen
·         Verhalten zu Artgenossen
 
Diese „Überprüfung“ erfolgt durch den Ausbilder i.d.R. durch Beobachten des Verhaltens des Hundes beim Spiel mit seinem Hundeführer bzw. mit dem Rudel. Ein separater Wesenstest, in dem vorstehende Punkte ausführlicher ausgetestet werden ist Grundlage für die Zulassung zur Vorprüfung und zur weiteren Ausbildung.
 
Verweisübungen durch Hundeführer und Fremdperson
Aufbau des Verweisens (erfolgt getrennt von der Suche und wird nach gefestigtem Verweisen in die Suche im Bereich der Bestätigung eingebaut) Anreiz des Hundes, Aufbau einer „gesperrten Motivation“.
Das erste Lautzeichen des Hundes (dies kann auch ein Winseln sein) wird sofort bestätigt. Festigung der Lautzeichen .

Keine Überforderung des Hundes durch zu viele Wiederholungen, sonst Risiko des Motivationsabbaus/Fruststau des Hundes.
 
Erste Schritte zur Suche
 
Kombinierte Eigen-/Fremdsuche mit Verabschiedung Fremdsuche mit Verabschiedung
Langsamer Abbau der Verabschiedung
Steigerung des Suchstrecke

Auf alters- und rassebezogene Leistungsmöglichkeiten achten!!
 
Weitere Schritte
 
gezieltes Schicken des Hundes in die gewünschte Richtung
Veränderung der Opfersituation -
Bauchlage/Rückenlage/teilzugedeckt/zugedeckt etc.
Hochopfer - Holzstapel/Baum/Hochsitz etc.
“bewegtes“ Opfer
Störfaktoren während der Suche z.B. durch andere Hunde
Arbeit bei Dunkelheit und Schnee
von Zeit zu Zeit weitere Steigerung der Suchstrecke

Arbeit in Trümmern
·         sicheres Bewegen auf den Trümmern
·         freiliegende Opfer auf dem Trümmerkegel
·         teilverdeckte Opfer verdeckte Opfer
·         sehr tief liegende Opfer (hoher Trümmerkegel)
·         schmale, dunkle Gänge
·         Anzeigen in total dunklen Räumen - mit Unterstützung HF
- ohne Unterstützung HF
·         Ablenkung durch Kleidungsstücke, Nahrungsmittel, Rauch,
Arbeitsgeräusche, Personen auf den Trümmern etc.
bei der Trümmerarbeit ist darauf zu achten, dass im Endstadium der Ausbildung der HF die Trümmer nicht betritt und der Hund allein und selbstständig arbeitet.
 
Gerätearbeit/Hilfsmittel 
kann parallel, auch bereits mit Welpen aufgebaut werden
 

Grundsätzlich gilt: bei der Gerätearbeit ist mit größer Sorgfalt und Umsicht zu arbeiten.
Schmerzhafte Stürze des Hundes müssen vermieden werden.

·         gehen auf stabilen Bohlen nur wenig über dem Boden
·         gehen auf stabilen Bohlen in ca. 1 m Höhe
·         gehen auf stabilen Bohlen in größerer Höhe
·         gehen auf wippenden Bohlen in ca. 1 m Höhe
·         gehen auf wippenden Bohlen in größerer Höhe
·         Leiterübungen
·         Tunnel oder Schlauch
·         Wippe
·         Hängebrücke
·         Metallgitterroste
·         tragen des Hundes auch durch fremde Personen
·         Arbeiten mit dem Abseilgeschirr