Rettungshundestaffel Ostwürttemberg e.V.
Rettungshundestaffel Ostwürttemberg e.V.  

Mantrailer sind Personenspürhunde, die gemeinsam mit ihrem Hundeführer der Geruchsspur einer vermissten Person (VP) folgen.

Ausgangslage ist das Sichern eines beispielhaften Geruchs der gesuchten Person, z.B. ein getragenes Kleidungsstück, eine benutzte Tasse oder auch ein Autositz, der von der VP zuletzt genutzt wurde. Die Hunde sind dann in der Lage, diesen Geruch aufzunehmen und ihm zu folgen. Dabei können sie unterscheiden, in wleche Richtung die Person ging und ob es sich um eine neue oder alte Spur handelt. Das Suchteam wird also der aktuellsten Spur folgen.

 

Beim Mantrailing arbeitet der Hund angeleint im Team mit seinem Hundeführer. Dieser steuert die Suche über die Leinenführung und achtet auf kleinste Zeichen des Hundes, die Hinweise auf den Suchverlauf geben können. Jedes Suchteam wird dabei um einen Suchgruppenhelfer ergänzt, der Funkkontakt zut Einsatzleitung hält, den Straßenverkehr regelt und durch seine Expertise die Suche unterstützt. Während Flächensuchhunde primär in Waldgebieten arbeiten, finden die meisten Mantrailingeinsätze im urbanen Raum statt und beginnen am letzten Punkt, an dem die VP gesehen wurde, z.B. der Wohnung oder einem geparkten Fahrzeug. Die Hunde müssen dabei mit urbanen Einflüssen wie starkem Straßenverkehr, Menschenmengen und anderen Hunden umgehen können, ohne sich von der Suche ablenken zu lassen.

Ziel der Suche ist bestenfalls das direkte Auffinden der vermissten Person, was aber nicht immer der Fall sein muss, z.B. wenn diese in einen PKW oder Zug gestiegen ist. Die Suchhunde lernen aber auch, solche Situationen dem Hundeführer anzuzeigen, damit die Polizei auf diesen Informationen aufbauen kann.

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